00:00:11: Stell dir mal vor, du kommst nach Hause und dein Partner hatte einen chaotischen Tag.
00:00:16: Der ist ziemlich gestresst Und auf der Arbeit ist irgendwie alles schief gegangen und er sagt so etwas wie Boah ich bin komplett durch!
00:00:23: Der Tag war eine Riesenkatastrophe.
00:00:25: Ich komme wirklich zu gar nichts.
00:00:28: Lösungsorientiert wie du bist würdest du da vielleicht sagen ja dann musst du einfach besser überlegen was wirklich wichtig ist und nicht immer alles gleichzeitig machen.
00:00:36: Der nimmt es allerdings gar nicht so sehr hilfreich auf, wie du das vielleicht gemeint hast und sagt dann na danke!
00:00:41: Genau das habe ich jetzt gebraucht.
00:00:44: An dem Tonfall hörst du wahrscheinlich schon... Das war jetzt vermutlich kein echtes Dankeschön.
00:00:49: aber statt aufzuhören legst du jetzt noch einen drauf und sagst Jetzt sei doch nicht gleich so empfindlich.
00:00:54: Ich wollte dir doch nur helfen Und dein Partner darauf Nein Du hilfst mir gerade gar nicht.
00:00:59: Du gibst mir das Gefühl als wäre ich selbst schuld daran dass der Tag so beschissen war.
00:01:03: Und jetzt, ihr kennt das möglicherweise beginnt die Verteidigung.
00:01:06: Das habe ich doch überhaupt nicht so gesagt!
00:01:08: Du legst mir gerade Worte in den Mund, die ich nie gesagt habe.
00:01:12: darauf der Partner.
00:01:13: aber genauso kommt es bei mir an.
00:01:14: und dann du ja aber dafür kann ich doch nichts wenn du immer gleich alles so persönlich nimmst.
00:01:19: also vor zwei Minuten ging's einfach nur darum dass dir jemand mitgeteilt hat, dass er einen stressigen Arbeitsalltag hat und jetzt streitet ihr euch und möglicherweise, dass ist meine Vermutung wird der Abend jetzt nicht ganz so entspannt weitergehen.
00:01:32: Vielleicht habt ihr diese Situation ganz im speziellen oder ähnliche Situation schon mal in eurem Alltag erlebt.
00:01:39: Wir wollen eigentlich nur helfen, wir meinen es gut aber aus uns manchmal unerklärlichen Gründen kommt unsere Hilfe bei unserem Gegenüber nicht so an wie wir sie gemeint haben.
00:01:50: Manchmal sogar ganz im Gegenteil.
00:01:52: In diesem Sinne herzlich willkommen im Denkraum!
00:01:54: Wir sind angekommen Einer Solo-Folge.
00:01:57: Das ist jetzt im ersten Moment wahrscheinlich etwas ungewöhnlich, weil ich sonst hier mit meinen Gästensitze ... Ich habe mir aber für die Zukunft vorgenommen, dass ihr auch ein bisschen Content von mir bekommt!
00:02:07: Also das im zweidöchigen Rhythmus sozusagen im Wechsel, einmal eine Folge kommt mit einem Gast und dann nach vierzehn Tagen wieder eine Folge.
00:02:15: Mit mir wo ich so ein bisschen tiefer auch in Themen einsteigen kann die manchmal auf Social Media leider nur so angekratzt werden können.
00:02:23: und hier haben wir eben ein schönes Format YouTube und auch die Podcast-Plattform.
00:02:27: da findet ihr das dass wir ein bisschen Tiefe einsteigend in Themen die aus meiner Sicht gerade vielleicht spannend für euch sein können.
00:02:34: Und da fangen wir jetzt eben heute auch genau damit an, wir denken mal darüber nach wie die Dinge, die wir sagen eigentlich beim anderen ankommen was es da vielleicht verstolper fallen gibt.
00:02:45: und dann möchte ich euch natürlich auch ein paar Impulse mitgeben.
00:02:48: ja wie wird das beeinflussen können?
00:02:50: Wie die Worte, die mir sagen wird dass was wir kommunizieren auch beim anderen so ankommt wie wird gemeint haben.
00:02:56: Und dafür habe ich euch drei Impulse mitgebracht, das sind einfach Dinge über die ihr mal nachdenken könnt, die mir in meiner Vergangenheit auch immer wieder vor Augen geführt wurden.
00:03:08: und der erste Impuls, der ergibt sich schon so ein bisschen aus dieser Geschichte des Paares natürlich eine frei erfundene Geschichte.
00:03:14: ja wer mich jetzt unterstellen würde dass das eine persönlich ist der hätte damit recht.
00:03:21: Der erste Impulz heißt gute Absicht ist nicht gleich gute Wirkung.
00:03:26: Also anhand dieses Beispiels unsere Absicht ist, dass wir helfen wollen ja das wird das Problem aus der Welt schaffen wollen, dass wie eine Lösung anbieten wollen.
00:03:35: und jetzt gehen wir davon aus, dass die Wirkung auf der anderen Seite auch genau dieser Hilfestellung ist.
00:03:42: Das ist in vielen Fällen aber nicht der Fall und der Grund ist ziemlich einfach erklärt.
00:03:47: Wir können unsere Abslicht also Das, was wir uns wünschen mit einem bestimmten Verhalten.
00:03:52: Unsere Intentionen können wir festlegen und auch entscheiden.
00:03:57: Was wir aber nicht entscheiden können ist ob der andere das genauso wahrnimmt wie wir es beabsichtigt haben.
00:04:04: Also die Wirkung über die haben wir leider nicht ganz so viel Einfluss.
00:04:07: also wir haben ein Fluss das nehme ich schon mal vorweg Aber eben nicht immer zu hundert Prozent.
00:04:13: Ich kann entscheiden dass ich helfen möchte ich kann aber nicht entscheiden Wirkung das auch als Hilfestellung erlebt.
00:04:22: Ich gebe euch mal ein paar Beispiele aus dem Alltag, vielleicht findet ihr euch da auch wieder oder habt das schon einmal erlebt?
00:04:29: Im Bereich des beruflichen gibt es häufig Führungskräfte die eine bestimmte... entweder auf eine bestimmten Art und Weise mit ihren Mitarbeitern sprechen oder bestimmte Dinge im Alltag realisieren von denen sie denken dass sie eine besondere Wirkung haben.
00:04:42: kürzlich erlebt, dass in einem Unternehmen so ein bisschen der Konkurrenzkampf gefüttert werden sollte.
00:04:50: Also die Idee war zu sagen, wie können wir unsere Ziele, unsere Ergebnisse verbessern?
00:04:55: Und dann hat sich eine Führungskraft gedacht es wäre doch gut man hätte im Team so ein bisschen mehr Konkurrenzkampf also dass man auch mal nach links und rechts schaut und guckt Wie haben denn das war in dem Fall einen Vertriebsteam meine Kollegen in diesem Jahr schon performt?
00:05:08: und dadurch dass man das immer wieder gespiegelt bekommt weil die Idee dieser Führungskraft müssten doch die anderen Leute auch motivierter sein weil das jetzt ja gespiegelt wird, so transparent ist diese Zahlen und davon hat sie sich also erhofft dass die Mitarbeiter motivierter sind.
00:05:25: Ich nehme das vorweg es hat bei manchen auch funktioniert also mancher sind tatsächlich motiviert dadurch geworden.
00:05:31: Manch andere aber und das war tatsächlich die Mehrzahl die haben sich unter Druck gesetzt gefühlt.
00:05:38: Das heißt was die Führungskraft als Motivation sozusagen im Blick hatte und initiieren wollte, ist bei den Mitarbeitern gar nicht als Motivertion angekommen.
00:05:48: Sondern es hat Druck ausgelöst!
00:05:50: Und sie haben dadurch in der Konsequenz sogar schlechter performen weil sie einfach Angst hatten und weil sie die Sorge hatten dann nicht mithalten zu können vielleicht ohnehin jetzt nicht mit dem allergrößten Selbstwert gesegnet zu sein.
00:06:02: Dann kann das schnell passieren dass man eben Druck erlebt.
00:06:07: ein anderes Beispiel aus meinem persönlichen Alltag, wer mir auf den sozialen Medien folgt.
00:06:14: Der weiß das ich dahin und wieder auch in meinen Stories Sport-Themen poste oder poste ich wenn wir als Familie vielleicht einen Familienworkout machen im Urlaub oder auch im Alltag Und ich poste so ein bisschen meine Ernährung und das was ich eben für mich persönlich als mein Fitnessprogramm mache.
00:06:30: Das kann man natürlich auch auf zweierlei Weise wahrnehmen und annehmen Das bekomme ich auch geschildert und zurückgemeldet, die das unglaublich motiviert.
00:06:41: Teilweise ganze Familien, die dann sagen, wir haben eure Challenge nachgemacht, es hat uns einen Riesen Spaß gemacht.
00:06:46: Vielen Dank für die Inspiration!
00:06:48: Und dann freue ich mich, weil das ist genau meine Intention gewesen.
00:06:51: Also mein Absicht war, dass sich diese Menschen in irgendeiner Form inspiriere, das nachzumachen.
00:06:57: Es gibt aber auf der gleichen Seite auch die Menschen, die sich dadurch vielleicht schlecht fühlen, Jetzt hat sie sogar an einem Tag, an dem sie müde ist.
00:07:05: Hat sie trotzdem irgendwie die Motivation gefunden sich aufzuraffen und ein bisschen laufen zu gehen?
00:07:11: Ich schaffe das für mich selber gar nicht!
00:07:13: Und dann wird man demotiviert ja... Dann bekommt man vielleicht so gar ein schlechtes Gefühl obwohl ich eigentlich meine Absicht war dass die Menschen ein gutes Gefühl dabei haben.
00:07:24: Kurzum es wird unterschiedliche Auffassungen davon geben was wir sagen und wem wird das sagen?
00:07:31: Eine Botschaft is mir an der Stelle sehr wichtig Wir können keine Verantwortung dafür übernehmen, wie Dinge bei anderen Menschen ankommen.
00:07:40: Es wird immer mal Menschen geben zum Beispiel wenn wir denen ein kritisches Feedback geben.
00:07:45: das wird es ganz respektvoll sehr wertschätzen und wirklich freundlich und höflich sagen Und die werden sich trotzdem angegriffen fühlen Die werden das trotzdem alles ablehnen und sie werden damit nicht umgehen können.
00:07:55: Das wird es immer geben und dass ist auch in Ordnung dass es das gibt.
00:07:59: Dafür können wir aber keine Verantwortung übernehmen.
00:08:03: Wofür wir Verantwortung über nehmen können, ist die Art und Weise.
00:08:06: wie wird das kommunizieren?
00:08:09: Weil zur Kommunikation gehören ja im Normalfall mindestens zwei Parteien.
00:08:14: also man führt ein Gespräch mit einer Person oder mit mehreren und die Verantwortung die ich übernehmen kann ist nicht, dass wie andere sich fühlen.
00:08:22: Das kann manchmal eine Tagesform sein.
00:08:24: das kann sein, dass ich gerade sowieso gestresst bin da lege ich jedes Wort von jemand anderem auf die Goldwaage ja da kann ich aber nichts dafür als derjenige, der etwas sendet wenn der andere vielleicht gerade gestreszt ist.
00:08:37: was ich aber verantworten kann und was auch verantwortung muss es das wie ich die dinge sage und ich glaube Da haben wir eben noch ein bisschen Potenzial.
00:08:47: Ich will euch nochmal in paar Beispiele mit reinnehmen.
00:08:51: gibt Situationen, wo man in einer Runde vielleicht mit Freunden oder mit Bekannten zusammen ist.
00:08:56: Und dann macht man ein Witz über jemand anderem und findet das total lustig.
00:08:59: Man denkt so hat es habe ich aber richtig einen rausgehauen.
00:09:01: Das war jetzt doch mal sehr unterhaltsam für die Gruppe.
00:09:05: Der Einzige der das wirklich lustig fand, war aber man selbst vielleicht noch ein paar Freunde und derjenige auf dessen Kosten dieser Witz ging, der fand das möglicherweise gar nicht so witzig.
00:09:18: Jetzt kann man sagen, oh er ist aber überempfindlich.
00:09:20: oder jetzt stelle dich nicht so an.
00:09:23: Man kann sich auch die Frage stellen, dieser Witz den ich da gemacht habe der auf Kosten des anderen ging, war das in Ordnung?
00:09:30: Oder hätte ich mir den vielleicht auch sparen können und da hätte ich es in irgendeiner Form anders formulieren können.
00:09:35: Das sind Fragen die ich mir jetzt stellen kann!
00:09:38: Das sieht man so ein bisschen diese beiden Seiten.
00:09:40: Meine Verantwortung, niemandem unrecht zu tun und niemanden bewusst und vorsätzlich zu verletzen und auf der anderen Seite der oder diejenige, die vielleicht auch manchmal über Dinge drüberstehen muss.
00:09:52: Schwierig wird es dann wenn wir sozusagen unsere Art und Weise wie wir etwas ausdrücken als Freifahrtschein nutzen um alles Mögliche sagen zu können.
00:10:04: Ich mach's mal konkret!
00:10:05: Man wird ja wohl noch die Wahrheit sagen dürfen hört man häufig, also das heißt häufig.
00:10:10: Ich höre das im beruflichen Kontext häufig wenn Menschen vielleicht ein bisschen schroff zu anderen sind und dass dann aber damit abügen zu sagen naja man wird ja wohl noch ehrlich sein dürfen, man wird er wohl noch die Wahrheit sagen dürfen.
00:10:22: Also man gibt einen Hinweis auf die gute Absicht.
00:10:25: ich habe es ja nur gut gemeint oder ich hab ja nur die Wahrkeit gesagt Und damit wird die Verantwortung für die Wirkung einfach abgeschoben.
00:10:34: Die muss dann der andere tragen.
00:10:35: Also schließlich habe ich ja die Wahrheit gesagt, schließlich hab' ich es ja gar nicht böse gemeint.
00:10:39: also darfst du's bitte auch nicht bösen auffassen.
00:10:43: Das Problem damit ist dass sich auf diese Art und Weise Ich sag mal nahezu alle Grenzüberschreitungen, die wir in der Kommunikation begehen können sehr elegant relativieren lassen weil ich immer diese Ausrede oder den Grund habe Dass der Wahrheitsgehalt meiner Aussage ja schließlich da war und das die Absicht ja auch eine gute war.
00:11:04: Gute Absichten, das möchte ich hier ganz klar sagen sind kein Freifahrtschein.
00:11:12: Gute absichten entbinden uns nicht davon über die Wirkung nachzudenken, die unsere Worte auf andere Menschen haben.
00:11:19: Ich würde sogar fast sagen im Gegenteil.
00:11:21: Also wenn jemand jetzt beispielsweise sagt Das war doch nur gut gemeint Dann sollten wir auch Wenn wir es doch gut meinen Auch umso genauer auf unsere Zwischentöne hören umso genauer darauf achten, ob vielleicht unsere Körpersprache gerade eine ganz andere Botschaft sendet und ob das was ich wirklich so gut gemeint habe auch in meiner Haltung und in meinem Verhalten zum Ausdruck kommt.
00:11:44: Und wenn ein Satz schon mit Nichts für Ungut oder Ich will dir ja nicht zu nahe treten beginnt dann würde ich dir raten Dann tu's auch nicht!
00:11:55: Ja weil das Gegenteil von Gut gemacht ist gut gemein Vielleicht habt ihr diesen Spruch schon mal gehört.
00:12:01: Nur weil ich etwas gut meine, ist es noch lange nicht gut gemacht.
00:12:06: So.
00:12:07: Kommunikation, das halten wir einmal fest, ist das was beim anderen ankommt?
00:12:11: Nicht dass, was ich mir vorgenommen habe zu sagen oder welche Wirkung Ich für mich festgelegt habe die etwas hat sondern Kommunikations ist Die Wirkung, die das gesagt hat Beim Anderen auslöst.
00:12:25: Es gibt noch ein schönes sprich Wort dazu.
00:12:26: Mir gefällt das ganz hervorragend.
00:12:28: Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.
00:12:34: Manchmal kommt es aber noch schlimmer, manchmal wollen wir unserem Gegenüber sogar vorschreiben wie er sich zu fühlen hat und welche Wirkung das Gesagte auf den anderen haben soll.
00:12:46: Wir übernehmen quasi eine Gefühlsregie.
00:12:49: Das machen mir gerne bei Kindern.
00:12:52: diese Beispiele ihr werdet das manchmal merken Geht kommen auch aus meinem privaten Umfeld, also wenn ich Umfeld sage, meine ich nicht selbst.
00:12:59: Da sagt man schon mal zu Kindern da brauchst du doch jetzt keine Angst zu haben.
00:13:03: oder das ist jetzt aber wirklich kein Grund zu weinen.
00:13:06: Also man gibt ihnen quasi eine Regieanweisung wie sie bestimmte Dinge auffassen sollen mit welchem Gefühl Sie auf etwas reagieren sollen und das findet sich auch im beruflichen Wetter.
00:13:18: Ich finde das völlig abstrus und deswegen muss ich sie ja einfach noch mal sagen.
00:13:23: Da sagt man Dinge, gerade wenn es um Feedback-Situationen geht... ...da schiebt man gerne ein, nimm's nicht persönlich!
00:13:31: Ja also wir senden eine Botschaft und versuchen festzulegen wie der Anderes hier aufnehmen soll.
00:13:39: Das Problem beim Feedback ist?
00:13:41: Das ist immer persönlich!
00:13:44: Es wäre wie wenn ich sage, du ich geb dir jetzt Feedback aber biet tu so Als ging es nicht um dich, also als Person.
00:13:54: Also wenn wir dem anderen empfehlen etwas nicht persönlich zu nehmen dann entsteht ja irgendwie ein Widerspruch denn wir sprechen jemanden persönlich an.
00:14:04: Wir wollen in gewisser Weise auch dass eine Veränderung bewirkt wird und gleichzeitig soll's den Anderen nicht interessieren.
00:14:13: Also ihr merkt diesen Widerspruch.
00:14:15: Nimm es nicht persönlich, tue so als ging's gar nicht um dich aber bitte setze das doch dann hinterher um was ich dir jetzt gerade gesagt habe weil eigentlich gehts ja doch um dich.
00:14:25: und wenn man jetzt sagt... Ich lache dann schmunzeln ein bisschen drüber weil uns ist natürlich vermute allen im Alltag auch hier und da passiert wenn man zum Beispiel einen Satz einleitet mit Das ist überhaupt nicht böse gemeint Was unser Gegenüber dann hört, wenn wir so wie ein Vorwort machen.
00:14:46: So wie nimm das jetzt nicht persönlich?
00:14:48: Das ist einfach nur ehrlich!
00:14:50: Das ist überhaupt nicht böse gemeint.
00:14:52: Was uns gegenüber dann hört... ...ist natürlich das Wort Böse.
00:14:57: D.h.,
00:14:58: wir sagen ich verhalte mich auf eine Weise X aber verstehe du das bitte nicht als X sondern als Y. und dann tritt eben genau das einen was nicht passieren soll.
00:15:09: Unser Gegenüber der das überhaupt nicht böse gemeint hat, der absendert.
00:15:15: Der andere hört eben jetzt dass etwas bösegemeint ist.
00:15:18: Das ist ein bisschen so wie wenn man jemandem sagt denke ich jetzt bitte nicht an einen rosaelefanten Bitte nicht dran denken!
00:15:25: Bitte überhaupt jetzt nicht an einem rosa elefanten denken!
00:15:30: Quizfrage Woran denkt dieser Mensch?
00:15:35: Ja, natürlich denkt er an einen Rosaelefanten.
00:15:37: Ich hab ihm doch gesagt, der soll nicht dran denken!
00:15:39: Natürlich denkt er jetzt an den Rosaelefannten.
00:15:42: und genauso ist es.
00:15:43: wenn ich sage das ist überhaupt nicht böse gemeint dann wird unser Gegenüber etwas an unserer Aussage finden dass halt vielleicht doch ein bisschen den Charakter von Es ist jetzt bösegemein hat.
00:15:54: Und insofern sind diese ganzen Erklärungen für das was wir sagen manchmal gar nicht so hilfreich weil sie halt oft auch ein Freifahrt trainen Freifahrtschein sind für das, was wir sagen.
00:16:08: Man sagt mir es ist doch nur die Wahrheit oder ich weiß gar nicht wo jetzt das Problem ist und man wird das ja wohl mal noch sagen dürfen?
00:16:15: Oder beim Feedback bitte nimm das jetzt nicht persönlich aber du hast gestern richtig Scheiße gebaut und das Verhalten, dass du an den Tag gelegt hast, das ging gar nicht!
00:16:25: Und das soll ich jetzt nicht persönlich nehmen.
00:16:27: vielen herzlichen Dank.
00:16:28: also.
00:16:28: dieser freifahrtschein, den wir mit diesen floskelhaften Einschüben mitbringen auf den können wir gut verzichten.
00:16:36: Eine schöne Alternative dafür habe ich gelesen von Dr.
00:16:39: Nico Rose, Wirtschaftspsychologe.
00:16:43: der hat einen meiner LinkedIn-Beiträge kommentiert und hat aus seiner eigenen Erfahrung berichtet was er schön fand.
00:16:50: einmal an einem früheren Chef Ich lese das einmal vor, er sagt, wenn mein früherer Chef bei Bertelsmann etwas zu kritisieren hatte hat er das bisweilen eingeleitet mit den Worten ich will dass du hier erfolgreich bist und deswegen lass uns über XYZ sprechen.
00:17:05: Er hat sozusagen das Mandat betont auf dessen Basis er sich überhaupt erlaubt hat mir Feedback zu geben.
00:17:12: Das fand ich im Rückblick immer sehr wertschätzend.
00:17:15: Jetzt kann man sagen es ist doch was Ähnliches.
00:17:17: da tue ich auch dem anderen sagen wie er's aufnehmen soll.
00:17:20: Und doch ist es irgendwie etwas anderes.
00:17:22: Das heißt, manchmal haben wir so Situationen wo wir auch etwas Kritisches aussprechen müssen logischerweise und was dann eben schön ist das zu sagen du in dem Moment.
00:17:31: mir geht es darum dass wir gemeinsam ein Ziel erreichen.
00:17:34: mit geht es darum dass wir erfolgreich sind.
00:17:35: wie geht es da rum dass wir als Familie unsere Werte leben oder uns in irgendeiner Form weiterentwickeln also dass man das ziel warum man etwas sagt anspricht damit der andere das entsprechend einordnen kann.
00:17:49: Auch das ist kein Freifahrtschein, alles zu sagen wie man es will.
00:17:53: Natürlich darf man da auch noch darauf achten, wie man das sagt aber es ist halt zumindest mal dem anderen, ja, wie Nicorosa das hier so schön sagt dass Mandat hat.
00:18:01: er betont warum ich überhaupt diese Aussage jetzt treffe.
00:18:06: also erste Impuls gute Absicht ist nicht gleich gute Wirkung.
00:18:11: wir müssen auch Verantwortung dafür übernehmen bis zu einem gewissen Grad Dass die Wirkung zu unserer Absicht passt.
00:18:19: So, und jetzt habe ich noch als Impuls II.
00:18:21: und als Impulz III so ein bisschen Praxis-Tipps die euch vielleicht helfen können diese Situation besser zu meistern dass ihr eure Wirkung so ein bißchen mehr kontrollieren könnt.
00:18:33: Impulse II nicht automatisch von mir auf andere schließen.
00:18:38: das ist natürlich in der Kommunikation und auch der Grund warum unser Einstiegsdialog, ich sag mal Misslungen ist, ist der Grund, warum viele Gespräche nicht funktionieren.
00:18:48: Weil wir glauben, etwas das für uns in einer bestimmten Situation hilfreich wäre ist es für den anderen Zwangsläufig auch.
00:18:56: und da kommt jetzt eine Erkenntnis die eigentlich keine ist, die ihr alle kennt im sofern nichts Neues.
00:19:04: Wir Menschen sind alle unterschiedlich Und in dem Moment in dem wir unterschiedlich sind kann und wird es uns immer wieder passieren dass die Dinge, die wir auf eine bestimmte Art und Weise meinen bei unserem Gegenüber anders ankommen.
00:19:18: In unserem Einstiegsbeispiel kam jetzt jemand nach Hause der war gestresst und wollte einfach vielleicht mal über dieses Thema reden.
00:19:28: in unserer Beziehung mit mir und meinem Mann bin das ich ja?
00:19:31: Ich möchte über Dinge reden!
00:19:33: Ich möchte dann sagen ich habe heute einen stressigen Tag schaffst grad irgendwie nicht meine ganzen To-dos zu sortieren und überhaupt ist es gerade irgendwie so viel beruflich.
00:19:42: Und dann jetzt noch Schulanfang, wenn mein Mann der jetzt sehr lösungsorientiert ist... ...und im Grunde sofort Tipps geben möchte mir sagt was auch das?
00:19:52: Jetzt wieder ein reales Beispiel!
00:19:55: Mir sagt dass es jetzt eine KI gibt die das alles super macht.
00:19:58: also Claude kann uns jetzt alle möglichen Kalendereinträge sortieren.. ..und einfügen und was weiß ich alles managen Dann ist es zwar ein netter Tipp, das Problem sich will in dem Moment nicht hören.
00:20:11: In dem Moment möchte ich, dass mir jemand signalisiert, dass er mir zuhört und dass er versteht, dass es für mich jetzt gerade viel ist ja?
00:20:19: Und dann sitzt der vielleicht einfach mal da, hört sich das an, nickt ein bisschen, schläft im Idealfall dabei nicht ein aber ist einfach da und hört mal zu!
00:20:30: Das ist das was ich in der Situation brauche.
00:20:33: Mein Mann braucht in so einer Situation etwas Gänzlich anderes.
00:20:36: Mein Mann gibt nämlich gerne Tipps und er will auch gerne Tipp, also wenn mein Mann zu mir kommt und mir erzählt das seine Herausforderung hat Dann wünschte sich am liebsten dass ich ein zwei drei Tipps habe und was die dann damit erledigt ist.
00:20:49: Das ist für ihn hilfreich und nützlich!
00:20:51: Das ist es für mich Aber gar nicht.
00:20:54: im gegenseil Ich fühle mich dann nicht wertgeschätzt.
00:20:56: Ich fühl mich auch nicht gesehen weil ich denke Jetzt habe ich doch so viel auf dem Herzen, dass ich gerade ausschütte.
00:21:02: Warum muss denn der jetzt sofort mit irgendeinem Tipp oder Ratschlag kommen?
00:21:05: Will der das Gespräch hier abkürzen?
00:21:07: Oder hat er keinen Bock auf meine Probleme?
00:21:11: Kann ich ihm das nicht
00:21:11: zumuten?".
00:21:12: Also bei mir geht dann ein bisschen die Gedankenspirale los, weil mein Mann sich so verhalten hat in der Situation wie es für ihn gepasst hätte.
00:21:22: und das ist bei der Frage von Absicht und Wirkung Ganz häufig das Problem, dass wir glauben unser Gegenüber würde unter den gleichen Kriterien und mit dem gleichen Bedingungen Wertschätzung spüren.
00:21:38: Würde sich unter den gleichen Bedingung geliebt fühlen, würde bestimmte Dinge gerne haben weil wir selbst sie ja auch gerne haben.
00:21:47: Und das ist so ein bisschen ein Trugschluss zu einem schönes Buch von Paul Watzlawik.
00:21:54: Als ich den Titel zusammenkriege, heißt du ungefähr wenn du mich wirklich liebt ist würdest du gerne Knoblauch essen.
00:22:01: Das treibt es so ein bisschen auf die Spitze.
00:22:03: ja also wir sagen wenn du wirklich mich liebst dann isst du doch genauso gerne knoblaucht wie ich es gerne esse.
00:22:10: und die Wahrheit ist man kann Knoblauch mögen und der andere kann knoblauchen, hassen und sich trotzdem sehr lieben.
00:22:16: Und man kann unterschiedliche Kommunikationsstile haben, sich unter anderen Bedingungen wertgeschätzt fühlen und trotzdem eine sehr erfüllte Partnerschaft haben.
00:22:26: Was wir aber tun sollten – das ist jetzt der springende Punkt an dieser Stelle – ist, wir sollten uns hin- und wieder die Frage stellen was denn unsere Mitmenschen oder die mit denen wir eben Gespräche führen?
00:22:37: Was brauchen sie dann gerade von mir?
00:22:39: Also in so einer Situation, wo jemand heimkommt und etwas erzählt.
00:22:43: Dass man da eben nicht sofort in seinen eigenen Muster fällt die man kennt und die man schätzt sondern dass man da im Zweifel wenn man zum Beispiel jetzt gar nicht weiß was der andere gerade braucht dem hin und wieder mal eine frage stellt ja das man mal auf den zugeht und den fragt du was ist in dem moment gerade eigentlich passend für dich?
00:23:03: Was würde dir grad helfen?
00:23:05: Magst du, dass ich dir einen Ratschlag gebe?
00:23:07: Dass sich eine Idee einbringen soll.
00:23:09: Ich einfach nur zuhören und in den meisten Fällen werden wir dann Antwort bekommen.
00:23:14: Und das ist die Antwort, die wir vielleicht für uns so nicht gegeben hätten Die aber unser Gegenüber jetzt gerade so gibt und dann kann ich mich entscheiden will ich darauf Jetzt eingehen?
00:23:25: will ich meinem gegenüber Vielleicht auch den gefallen tun um eine verbindung aufzubauen und mich darauf Einlassen auf denen wunsch?
00:23:32: Oder will ich es nicht, weil ich jetzt gerade keine Lust dazu habe?
00:23:35: Weil ich's nicht kann.
00:23:36: Warum auch immer!
00:23:37: Aber diese Frage ist zentral und das ist im beruflichen nichts anderes wenn... Ich hab schon Führungskräfte erlebt die wollten ihren Mitarbeitern Wertschätzung zeigen Und haben.
00:23:47: dann jetzt hier bei uns in der Nähe ist der Europapark zum Beispiel.
00:23:50: Hab eine Führungskraft gehabt Die hat ihren Mitarbetern einen Tag im Europapark geschenkt.
00:23:56: Man hat einen Teamausflug gemacht und der wollte einfach mal Danke sagen, an einem Wochenende am Samstag hat er die Mitarbeiter ein kleines Team in den Europaparks eingeladen.
00:24:07: Das kostet natürlich auch Geld!
00:24:08: Und das ist eine schöne Idee und der mag selber den Europapaak total gerne und fährt gern Achterbahn.
00:24:13: Dann hat er gedacht, wenn ich das gerne mag werden meine Mitarbeiter sicherlich auch cool finden.
00:24:19: bei den Mitarbeitern war es allerdings so, wenn nicht mit denen im Gespräch war Die fanden das gar nicht so cool, die fanden zwar die Idee nett aber sie war halt auch nur nett gemeint.
00:24:28: Aber nicht nett gemacht!
00:24:29: Denn diese Mitarbeiter hätten es als besondere Form der Wertschätzung empfunden wenn Sie beispielsweise mal an einer Weiterbildung hätten teilnehmen können oder wenn Sie mal ein gutes Feedbackgespräch bekommen mit dem Vorgesetzten indem Sie lernen was Sie bisher schon sehr gut machen und wo Sie sich weiterentwickeln können.
00:24:48: D.h.,
00:24:48: dieser Vorgesetzte ist von sich selbst ausgegangen, hat gedacht Mensch ich fahre so gern Achterbahn!
00:24:53: Ich finde den Europa-Pakt toll der es hier bei uns in der Nähe, ich lad das ganze Team ein als Zeichen der Wertschätzung.
00:24:58: Das Team hingegen war zum Beispiel dass Wochenende ein wichtiger Baustein im Familienleben wurde dann eher schwierig es sich an einem ganzen Samstag zu lösen aus diesem Konstrukt und wusste das auch einfach nicht wollten weil das Wochenende für private Themen vorgesehen ist Und die hätten es als größere Wertschätzung empfunden, wenn sie mal ein ordentliches Feedbackgespräch bekommen.
00:25:21: In solchen Situationen und das ist das Problem entsteht Unzufriedenheit auf beiden Seiten weil der Chef dann vielleicht denkt Mensch, die sind ja irgendwie auch so undankbar.
00:25:31: Ich mach so coole Sachen mit denen was ich denen alles da ermögliche.
00:25:34: Ja hier Freizeitparks und coole Trips und sowas Und die schätzen das gar nicht so richtig und auf der anderen Seite sind Mitarbeiter, die sagen sag mal der Chef der braucht nur sich selbst im Kopf.
00:25:44: Was denkt er sich denn bei solchen Veranstaltungen?
00:25:48: Dann gehen sie vielleicht nicht mit und der Chef ist enttäuscht weil dann zu wenige Zusagen kommen und So ist es irgendwie ein Teufelskreis anstatt und dass ist jetzt dieser zweite Impuls Nicht automatisch von mir auf andere zu schließen, sondern die anderen einfach einmal zu fragen.
00:26:06: Und es hört sich so lapidar vielleicht an und auch ein bisschen lächerlich manchmal... Was soll denn die Führungskraft jetzt machen?
00:26:12: Sollte ihre Mitarbeiter fragen unter welchen Bedingungen sie sich wertgeschätzt fühlen oder was?
00:26:18: Ja natürlich soll sie das machen!
00:26:20: Genau das soll sie machen!
00:26:22: Sie soll am besten sogar zu jedem einzelnen Mitarbeiter hingehen und von dieser Person wissen was sie unter Wertschätzung verstehen.
00:26:30: und dann wird man eben unterschiedliche Dinge hören.
00:26:32: Dann wird der eine eben dieses Feedback-Gespräch nennen, der nächste wird Weiterbildung sagen, der übernächste wird sagen für mich ist die größte Wertschetzung dass ich auf meiner Visitenkarte einen tollen Titel habe.
00:26:43: ein Vierter würde sagen das er gerne an Firmenpeker wäre hätte, ein Fünfter würde sagen Das es das coolste für ihn ist eine tolle Jobbezeichnung zu haben.
00:26:50: da wird man also ganz unterschiedlich Dinge hören die weder richtig noch falsch sind.
00:26:55: Sie sind einfach unterschiedlich weil wir Menschen unterschiedlich sind.
00:27:00: Und deshalb ist es als Führungskraft wichtig, zu verstehen was braucht denn jeder Einzelne von mir und bis zu einem gewissen Grad natürlich nicht immer voll umfänglich kann man dann darauf eingehen und redet nicht aneinander vorbei?
00:27:14: Ja genau so würde man das ja auch mit Kindern machen!
00:27:16: Man wird mich auf die Idee kommen zu sagen ich mache den Kindern ein Geschenk dass ich ganz toll finde.
00:27:21: und ob die Kinder das jetzt irgendwie interessiert er hat die wird's schon interessieren weil ich findet das ja cool dann wird das schon passen.
00:27:27: Nein, man weiß.
00:27:28: Man hat Kinder!
00:27:30: Die sind alle jeder ganz individuell und entsprechend individuell gehe ich auch mit ihnen um.
00:27:36: Dass uns das nicht immer gelingt habe ich auch in meinem Alltag schon erlebt.
00:27:39: Ich hab einmal meinen Mann... Das ist bei uns ein Running-Gag vor sehr vielen Jahren.
00:27:47: Das ist sicherlich über zwölf dreizehn Jahre her.
00:27:50: Ich habe ihm eine Decke geschenkt von der Marke Pip Studio.
00:27:53: Das ist eine Tagesdecke gewesen, die fand ich ganz wunderschön in so verschiedenen Rosatönen und ich hab gedacht es ist einfach ein schönes Geschenk für seinen Geburtstag weil wir keine Tagesdecke hatten vor unser Bett.
00:28:05: und dann dachte ich das wird sicherlich meine Mann gefallen.
00:28:09: sie hat meinem Mann nicht gefallen und es ist bis heute, weil es ist so abstuß Ich weiß das doch.
00:28:17: Dass es eigentlich ein Geschenk war, dass mir gefällt und trotzdem schenke ich anderen Menschen Dinge die mir gefallen anstatt mit die Frage zu stellen was gefällt diesem anderen Menschen eigentlich?
00:28:28: Und seitdem wir diese Decke haben sie ist inzwischen unsere Picknickdecke wenn wir raus in den Garten gehen dann sitzen wir da drauf und fangen beide an zu grinsen.
00:28:39: Ist das herrlich oder?
00:28:40: Das ist so herrlig.
00:28:42: Also und der letzte Impuls Den finde ich irgendwie ganz lustig und er funktioniert wirklich, auch wenn er auf den ersten Blick etwas abgefahren klingt.
00:28:50: Das ist die sogenannte Fan-Brille Ja?
00:28:53: Ich war um das kurz in Hintergrund zu erklären jetzt am Wochenende, letztes Wochenende mit meinem Sohn bei Eintracht Frankfurt im Stadion.
00:29:02: Wir sind ja große Nicht-Eintrachtsfans wohl bemerkt sondern SC Freiburg Fans.
00:29:08: Und unser SC Freiberg hatte an diesem Samstag Nachmittag ein Auswärtsspiel in Frankfurt Und wie es der Zufall so wollte, saßen wir eben nicht bei den Ultras oder standen nicht im Gästeblock.
00:29:21: Sondern wir saßen unter den Frankfurt-Fans auf der Gegend gerade mitten quasi in der Frankfurter Bubble und zu einem Zeitpunkt im Spiel – das war sehr witzig weil mein Sohn mich dann ermahnt hat – ist es mir passiert, weil ich diese Frankfurte Energie um mich herum hatte.
00:29:38: Ist es mir tatsächlich passiert, dass ich mit den Frankfurtern mitgejubelt habe?
00:29:43: Also die haben irgendwie einen guten Pass gemacht oder einen guten Schuss.
00:29:45: Ich weiß schon nicht mehr.
00:29:46: und dann hab' ich irgendwie so eine kurze Reaktion von mir gegeben.
00:29:49: So jawoll!
00:29:50: Oder gutgemacht... Und dann hat mein Sohn mich ermahnt und sagt Mama das waren die Frankfurter.
00:29:55: Dann dachte ich Opa, das ist jetzt anordentlich niemand gesehen.
00:30:00: Ich hatte in irgendeiner Weise die Fan-Brille auf.
00:30:05: Jetzt kann man sich ja mal Folgendes überlegen weil als Fan Ihr kennt das doch auch.
00:30:10: Es ist ja völlig egal, welche Sportart es ist.
00:30:12: Bei mir ist jetzt der Fußball.
00:30:13: Du bist im Stadion und feuerst deine Mannschaft an.
00:30:15: Jetzt hast du diese Fanbrille auf.
00:30:17: Dann sind natürlich die Entscheidungen
00:30:18: z.B.,
00:30:19: die ein Schiedsrichter trifft immer dann besonders gut, wenn sie positiv für die eigene Mannschaft ausfallen.
00:30:25: Und Sie sind immer dann anzuzweifeln, wenn Sie halt gegen die eigenen Mannschaft gehen.
00:30:31: Das ist eine Wahrnehmungsverzerrung ganz logisch!
00:30:33: Das wissen wir alle.
00:30:35: Ich würde sagen, da können uns diese Wahrneemungsverzehrung irgendwie zu Nutze machen in unserem Alltag.
00:30:41: Zum Beispiel wie folgt?
00:30:44: Jetzt hast du vielleicht eine Tante, ja auf die du schon überhaupt keinen Bock hast wenn die nur anruft und du ihren Namen auf dem Telefon Display siehst.
00:30:55: oder du hast einen Kollegen der dich nervt weil er einfach immer viel zuviel redet und dich zutextet und sich nicht in hohe arbeiten lässt oder du hasst Irgendwo ein Bekannten, der ständig nur von sich erzählt und nie auch irgendwann mal eine Frage stellt.
00:31:13: Und du dich dadurch überhaupt nicht wertgeschätzt fühlst.
00:31:15: Es gibt also Menschen in unserem Umfeld mit denen wir zu tun haben wie den wir auch zu tun habe müssen manchmal Denen wenn ich aus dem Weg gehen können die wir aber einfach nicht so gern mögen Und das ist auch völlig in Ordnung.
00:31:27: Ich finde, wir können nicht jeden mögen und sollten auch nicht jeden.
00:31:29: Es gibt ein Naturgesetz Menschen die uns sympathisch sind und andere eher unsympathisch.
00:31:36: Was wir aber tun können – und dass es einfach mal einen Versuch wert – ist, dass wir genau bei diesen Menschen einmal die Fanbrille aufsetzen, bevor wir mit denen ins Gespräch gehen diese immer genäre Brille uns aufziehen und sagen, heute bin ich mal ein richtiger Fan von dem Jakob.
00:31:56: Den Jakob mag ich eigentlich nicht so sehr und er nervt mich um ehrlich zu sein auch ziemlich aber heute ziehe ich mal die Fanbrille auf Und jetzt tue ich mal so bevor ich jetzt gleich zudem ins Büro gehe oder den Anrufe als wäre ich dem sein größter Fan und dann gucke ich mal was passiert und es gibt eine spannende Dynamik und die werdet ihr erleben wenn ihr so etwas macht auch wenn euch das... Ich weiß Überwindung kostet.
00:32:21: Ihr werdet dadurch ganz logischerweise freundlicher und wertschätzender auftreten, ihr werdet aber auch in dem anderen Menschen etwas auslösen der euch ja wahrscheinlich nur auf eine andere Art und Weise kennt nämlich vielleicht dass sie ihr genervt seid das ihr kurz angebunden seid dass ihr vielleicht auch durch euren Blick oder eure ja weiß ich nicht Gestenkörpersprache dem zu verstehen gibt dass ihr eigentlich gerade keine Lust habt auf ein Gespräch So, und jetzt erlebt dieser Mensch euch mal ganz anders.
00:32:49: Der erlebt euch als echten Fan so!
00:32:53: Und dann wird man manchmal feststellen... ...mensch.
00:32:56: wenn ich mich in diese Haltung reinbegebe ein Fan von jemandem zu sein Dann wird es mir auch gelingt, Dinge an diesen Menschen wahrzunehmen die ich wirklich wertschätzen kann.
00:33:07: Dass ich sage mensch der ist er der labert mich ohne Ende zu und das würde wahrscheinlich seinen lebtag auch nicht mehr anders machen.
00:33:14: Aber das ist doch irgendwie ein fröhliches Gemüt Ja?
00:33:17: Dieser Jakob oder dieser Jens, oder diese Marie oder die Luise.
00:33:21: Das sind doch irgendwie Menschen ... Die kann man doch auch irgendwie gern haben, oder?
00:33:26: Also alleine für den Humor, den wir haben!
00:33:28: Oder für die Art und Weise wie sie über ihre eigenen Witze lachen können wo kein anderer lacht aber das kann man durch irgendwie auch schön finden so... Und ich glaube dass sich in unserem Mitarbeiter sehr viel verändern wenn wir unsere Absicht unsere Haltung anderen Menschen gegenüber verändern.
00:33:49: Weil die Wirkung, die wir in anderen Menschen auslösen ist unmittelbar mit unserer Absicht verknüpft und oftmals sagen wir zwar das ist jetzt nur gut gemeint oder ich sage es doch nur weil ich ehrlich sein will aber Gut gemeint ist an der Sache eigentlich recht wenig.
00:34:05: Und wenn wir uns mal selber reflektieren dann werden wir merken Ja stimmt eine so wirklich gut gemein war's jetzt auch nicht.
00:34:11: Ich wollte ihm eigentlich eher mal sagen, dass er das Verhalten ändern soll oder sowas und dass es mich stört.
00:34:18: Dann werken wir plötzlich, Mensch unsere Absicht war doch gar nicht so moralisch erhaben wie wir uns das manchmal einreden.
00:34:26: ich hätte mir vielleicht doch vorher einmal überlegen können ob ich's wirklich gut mit dem meine?
00:34:30: Und wenn ich es gut mit jemandem meine und das ist eben unserer Haltung dann wird sich das auch in unserem Verhalten zeigen.
00:34:39: also nochmal zusammengefasst gute Absicht ist nicht gleich gute Wirkung.
00:34:45: Anders gesagt, der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert heißt nur weil ich etwas gut meine oder es wertschätzend rüberbringen wollte oder doch eigentlich nur dem die Wahrheit sagen wollte heißt das noch lange nicht dass der das in der Form annimmt also dass meine wirkung so ist wie ich es beabsichtigt habe Und das können wir beeinflussen bis zu einem gewissen Punkt.
00:35:08: Wir können es in der Form beeinflussend, das war der zweite Impuls, indem wir uns hin und wieder die Frage stellen was braucht der andere eigentlich gerade?
00:35:16: Wenn ich dem jetzt wirklich einen Gefallen tun möchte... Was wäre denn das, was den jetzt wirklich eine Freude macht oder was den Bedürfnissen von diesem Menschen entspricht und nicht was meine eigenen Bedürffnisse sind?
00:35:29: So ein dritter Punkt einmal für euch zum Ausprobieren ist in Situationen wo ihr wisst Jetzt wird es gleich brenzlig.
00:35:35: Oder ich hab jetzt überhaupt keinen Bock auf diesen Kundentermin oder auf das Team-Meeting, auch auf das Familientreffen.
00:35:42: Dann einfach mal zu sagen ... Ich zieh meine imaginäre Fanbrille auf und ich find die einfach nur cool diese Leute!
00:35:50: Ja, ich freu ja die an als wärs der SC Freihurg in meinem Fall.
00:35:54: Und dann guckt man einfach mal, ob das funktioniert?
00:35:57: Und ich kann aus meinem letzten Stadionbesuch mit meinem Sohn sagen Ich hab's mir nicht mal vorgenommen und es hat auch so leider versehentlich funktioniert.
00:36:08: In diesem Sinne danke ich euch fürs Zuhören in dieser ersten Solo-Folge, und ich habe noch eine Bitte!
00:36:14: Dieser Podcast ist ja – und wird das auch immer sein – kostenlos.
00:36:18: Das heißt diesen Content nehme ich auf.
00:36:20: Ich versuche mich gut vorzubereiten, versuche euch möglichst viel Mehrwert zu geben, versuch zu meinen Gästen zu reisen da tolle Gespräche für euch aufzunehmen.
00:36:28: Und wenn ihr jetzt Lust habt und mir eine Freude machen wollt, dann könnt ihr diesen Podcast abonnieren oder vielleicht sogar eben eine Bewertung geben.
00:36:35: Auf Spotify, wenn ihr das gerade hört ist es ganz einfach da sind ein paar Sterne und dann könnt Ihr so viele Sterne anklicken wie euch der Podcast gefällt.
00:36:43: also wirklich ein paar Sekunden dauert das nur.
00:36:46: bei Apple ist es ähnlich, da kann man auch einfach einen Sternenbewertungen geben.
00:36:49: Da drückt man einfach nur drauf und wenn man will schreibt man noch einen kurzen Satz dazu.
00:36:53: Und bei YouTube ist es auch sehr einfach erledigt da.
00:36:55: Lasst dir ein Abo da, schreibt vielleicht sogar einen Kommentar was euch gefallen hat oder wo ihr gerne noch mal bisschen mehr darüber erfahren möchtet und so bleiben wir im Austausch!
00:37:05: So sehe ich das ihr da seid und dass sich nicht einfach nur wie jetzt in dem Fall mit einem Bildschirm spreche.
00:37:11: und dann freue ich mich auf den weiteren Austauschen mit euch und wünsche euch eine gute Woche!
00:37:16: Ciao.